Vortrag zum Holocaustgedenken 2026 | "Verlorene Jugend"

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Kunstverein Oederan e. V. im Rahmen des Themenjahres ›Jüdische Kultur in Sachsen | Tacheles 2026‹. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Der Januar im Zeichen des Gedenkens an den Holocaust
Der Holocaustgedenktag am 27. Januar 2026 steht neben dem Andenken an die Millionen ermordeter Menschen in der Region in dem besonderen Fokus auf die KZ-Außenlager wie in Oederan, Freiberg, Mittweida und Zschopau.
Im Jahr 1944 wurden in vielen sächsischen Kleinstädten Arbeitslager des Hauptlagers Flossenbürg zur Rüstungsproduktion eingerichtet. Die Häftlinge kamen i.d.R. aus dem Vernichtungslager Auschwitz, wo sie dem sicheren Tod gerade noch entgangen sind.
Historiker Pascal Cziborra hat über Jahre zu vielen sächsischen KZ-Außenlagern recherchiert und die Ergebnisse veröffentlicht. Der Autor stellt die KZ-Außenlager von Oederan, Mittweida, Zschopau und Freiberg in der jeweiligen Buchveröffentlichung vor. Als Verfasser dieser wichtigen Beiträgen der lokalen NS-Geschichte spürt er den Schicksalen der Häftlinge nach und legt die umfangreichen Ergebnisse seiner Forschungsarbeit, inklusive der Deportationsdaten, offen. Er dokumentiert ihre Lebenswege und stellt das Lagergeschehen dar. In aufwendigen Recherchen rekonstruierte er die Deportationsstationen und Lebensläufe der Häftlinge ansatzweise.
Gedenken an die Oederaner Toten
Eingeladen wird zum Gedenken an die Oederaner Opfer:
- Gedenken an die drei Zwangsarbeiterinnen aus dem KZ-Oederan Eva Wert-heimer, Chana Cytryn und Lenka Schwarz auf dem Friedhof am 27. Januar 2026 um 15 Uhr
- Gedenken an die jüdische Familie Motulsky Große Kirchgasse 6 an den Stolpersteinen am 27. Januar 2026 um 18:30 Uhr
Termin
27.01.2026 19:00 bis 27.01.2026 22:00
Ort:
Stadtbibliothek Oederan





