Memmendorf

Memmendorf wird erstmals 1403 als „Emmerndorf“ erwähnt. Bevor es seinen heutigen Name bekommt, ist es zudem als Emerdorff, Memmerndorf und Memmendorff bekannt. Die gegenwärtige Schreibweise ist erstmals für 1708 belegt.

Im Jahre 1480 erwirbt die „Schönberg´sche Herrschaft“ zu Börnichen den Ort Memmendorf. Aus diesem Anlass sollen drei Lindenbäume gepflanzt worden sein. Einer dieser Bäume steht noch heute. Die „Schönberg´sche Herrschaft“ samt richterlicher Gewaltbefugnis reicht bis zum Ende des 19. Jahrhundert.

Spillners Teiche
Blick auf Hermanns Gut

Mitte des 16. Jahrhunderts gibt es in Memmendorf mehrere Erzabbauanlagen. Die größte Grube ist der „Hilfe Gottes Erbstolln“. Er befindet sich damals etwa 500 Meter westlich des Ortes. Weitere belegte Gruben sind der „Segen Gottes Spat Schacht“, der „Segen Gottes Stollenmund“, „Hilfe Gottes“, der „Neuer Segen Stollenmund“ und „Künstgezeug“. Memmendorf betreibt den Erzabbau bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. In den 1880er Jahren werden die mittlerweile unrentablen Gruben geschlossen.

In Memmendorf wird 1801 an der Straße Chemnitz-Oederan-Freiberg-Dresden eine Fuhrwerksausspanne eröffnet. Sie bekommt den Namen „Goldener Stern“.

Bevor 1869 die Bahnlinie zwischen Chemnitz und Dresden in Betrieb geht, stellt Memmendorf den Antrag auf eine Haltestelle. Das Gesuch bleibt erfolglos.

1912 bekommt Memmendorf Anschluss an das öffentliche Stromnetz, 1988 an das zentrale Wassernetz. Im Jahre 2002 ist Memmendorf die erste Gemeinde im Kreis Freiberg mit einem Kreisverkehr. Die unübersichtliche Straße in der Dorfmitte wird zu einer Kreisverkehrsstraßenkreuzung umgebaut.

Memmendorf wird 1994 zu Frankenstein eingemeindet. Die Geschicke des Ortes lenkt der ehrenamtliche Bürgermeister Gunter Hammer. Am 1. Januar 2012 geht Memmendorf gemeinsam mit Frankenstein, Hartha und Wingendorf in den Verwaltungsbereich der Stadt Oederan über.