Hartha

Fünf Orte mit dem Namen Hartha gibt es in Sachsen. Unser Hartha liegt zwischen Freiberg und Frankenberg in 400 – 460 Meter Höhe im Unteren Osterzgebirge.

Es ist vor allem bekannt durch seine fast 350 Jahre alte Ausflugsgaststätte „Räuberschänke“ – ehemals „Grüne Tanne“ – am früheren "Böhm'schen Steig", der für die Salztransporte von Halle nach Prag als Fahrweg angelegt worden ist.

Erstmals wurde Hartha 1349 urkundlich als Hartdorf („Siedlung am Wald“) erwähnt. 1821 existierten 34 Feuerstätten (Haushalte). 1974 wurde Hartha dem nur einen Kilometer entfernten Frankenstein zugeordnet. Seit 2012 gehört der Ort zur Stadt Oederan im Kreis Mittelsachsen mit Verwaltungssitz Freiberg.

Im Jahr 1912 erhielt Hartha "elektrisches Licht", 1989 Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. Eine eigene Freiwillige Feuerwehr existiert seit 1939. Das Gerätehaus wurde 1985 erweitert und dient seitdem auch als Vereinshaus der Wehr.

Hartha ist ein landwirtschaftlich orientiertes ehemaliges Waldhufendorf. Die Agrargenossenschaft beherbergt in einem Großstall für 1800 Rinder. Diese Milchviehanlage wird seit November 2011 durch Einbau einer entsprechend großen Biogasanlage noch zusätzlich genutzt. Zwei mittelständische Unternehmen sind Arbeitgeber für einige der 174 in Hartha lebenden Einwohner. Von Hartha aus ist Oederan montags bis freitags per Bus erreichbar.