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Vom Urteil zur Begegnung

Strategien im Umgang mit Leerstand und obsolet gewordenen Gebäudestrukturen

In der Kleinstadt Oederan in Sachsen befindet sich der historische Gebäudekomplex des ehemaligen Amtsgerichts und des angeschlossenen Gefangenenhauses. Seit Jahren stehen beide Baukörper leer und prägen als ungenutzte Struktur das Stadtbild.

 

Der vorliegende Entwurf wurde im Zuge der Masterarbeit von Johanna C. Kruse im Studienfach Architektur am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erarbeitet. Er greift die vorliegende Substanz auf und offeriert die Transformation des Areals in einen zukunftsfähigen Baustein der Stadtlandschaft. Durch die Aktivierung des Grundstückes zum Quartiersplatz, sowie des Gerichts zum Gemeinschaftszentrum und des Gefangenenhauses zum Hotel, wird der für lange Zeit vergessene Ort neu erlebbar gemacht. Dabei soll besonders der geschlossene Charakter des Ensembles umprogrammiert werden und eine neue Zugänglichkeit für die lokale Bevölkerung und Gäste generiert werden.

Das Ziel des Entwurfs ist das Beleben der schrumpfenden Kleinstadt aufgrund demografischer Prozesse und die Steigerung der Lebensqualität im Ort Oederan. Durch neuartige Angebote, wie einen Jugendclub, Vereinsräume sowie einen Seniorentreff in Verbindung mit einem gastronomischen Angebot und der Hotelstruktur, sollen sich die unterschiedlichen Generationen und sozialen Schichten annähern und ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen.

 

Die komplette Arbeit wird ab Mai 2026 im Foyer das Rathauses in Oederan ausgestellt und kann besichtigt werden.

© Johanna C. Kruse, 2026