Facebook verbietet Städtenamen – Oederaner Auftritt muss umbenannt werdenMitte Februar verschwand die Facebook-Seite von München. Die bayerische Landeshauptstadt hatte damals in dem sozialen Netzwerk rund 400.000 Fans. Nach Verhandlungen zwischen der Stadt München und Facebook ging die Seite erst als „Stadtportal München“, dann als „München.de“ erneut an den Start und bekam einen Großteil der 400.000 hart erarbeiteten Fans zurückübertragen.
Seither versucht Facebook, Namen von Städten, Regionen, Ländern usw. auf seiner Plattform zu unterbinden. Das trifft Städte wie Hamburg, Berlin oder Dresden genauso wie Oederan. Die URL, etwa www.facebook.com/Oederan, kann erhalten bleiben, lediglich der Seitenname muss angepasst werden. Wird keine Änderung vorgenommen, droht der Verlust der Administratorenrechte. Facebook argumentiert dabei damit, dass keiner eine Stadt, eine Region oder ein Land für sich beanspruchen könne.
Vor einigen Wochen hat die Stadtverwaltung Oederan Kontakt mit Facebook aufgenommen. Ähnlich den anderen Kommunen ist für die Umbenennung des Oederaner Facebookauftritts Zeit bis zum 1. September gewährt worden. Bis dahin muss speziellen Ansprechpartnern des sozialen Netzwerkes der neue Seitenname zugestellt werden.
Facebook schlägt zur Auswahl selbst neue Namen vor. Dazu gehören „Stadtinformationsportal Oederan“, „Oederan.de“, „Stadtmarketing Oederan“, „Visit Oederan“ oder „Oederan News“.
Der Oederaner Facebook-Auftritt ist ein gemeinschaftliches Projekt der Stadtverwaltung und des Stadtmarketingvereins. Momentan abonnieren etwas mehr als 500 Einwohner, ehemalige Bürger und Freunde der Stadt die dort gesendeten Informationen. Bisher ist noch keine Entscheidung gefallen, wie die Seite künftig heißen soll.