Die brennende Blume - Ergebnisse eines Fotografieprojektes der VOLKSKUNSTSCHULE Oederan (D) und der Kunstschule Most (CZ) -Die Volkskunstschule Oederan lädt alle Oederaner und Freunde zur Ausstellung „Die brennende Blume“ in die Galerie EINHORN in Dresden ein. Zu sehen sind mehr als 200, teils großformatige Fotografien - Stillleben und wunderbare Porträts, die zum Teil durch Gemälde bekannter Künstler inspiriert sind. Die Aufgabe des Projektes war schließlich eine Fotoreportage über das Gut Gamig bei Dresden. Hier ist ein Verein zu Hause, der eine Rehabilitations-und Begegnungsstätte etabliert hat. Am Tag der offenen Tür im Gut Gamig schlüpften die Kinder nun in die Rolle des Beobachters, der sich eine zunächst unbekannte Szene erschließ.
Eines zeigen die Ergebnisse des Projektes: Fotografieren ist schon lange keine Tätigkeit mehr, die ausschließlich Spezialisten vorbehalten ist. Das Fotografieren ist zur gängigen Kommunikationsform geworden, die Kinder wie selbstverständlich praktizieren. Nun kommt es darauf an, das Alphabet dieser Sprache zu lernen. Umso erstaunlicher wie treffsicher die jungen Fotografen Situationen erfassen konnten, wie genau sie interessante Momente festhielten.
Die digitale Fotografie ist ein extrem schnelles Medium – nur ein Wimpernschlag und dutzende Fotos sind im Kasten. Die Leichtigkeit des Vorgangs verleitet zum oberflächlichen Knipsen. Doch welch ein Aufwand, die selbst losgelassene Flut von Bildern zu durchforsten! Wie muss man sich mühen, die zwei, drei Bilder von Bestand zu finden! Hier geht der zeitliche Vorsprung bald verloren… und ein Umdenken setzt ein. Die Schüler fotografieren gezielter, genauer, verwerfen misslungene Aufnahmen sofort. Nach und nach schärfen sie ihren Blick für die Dinge.
Wer genau hinschaut, wird aufmerksam und auch kritisch. Auch schnell muss man sein als Fotograf und einfallsreich. Diese Eigenschaften leuchten auf in den Fotografien der Schüler und wir wünschen uns sehr, dass sie ihren Blick auf unsere Welt weiter schärfen.
Rolf Büttner, Dipl. Designer
Mehr zur Volkskunstschule gibt es unter http://www.volkskunstschule.de/