Stadtgeschichte

Oederan liegt in einem weiten Talkessel. Die Altstadt, die unter Denkmalschutz steht, ist sehr geschickt städtebaulich auf einem Hügel inmitten der Talmulde angelegt.

Oederan wurde im Jahre 1227 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Der damalige Grundriss der historischen Straßen und alten Fachwerkhäuser, ist noch heute zu erkennen. Die Besiedlung der Fluren erfolgte im 9. und 10. Jahrhundert durch den sorbischen Volksstamm der Daleminzier.

Im 12. Jahrhundert ließen sich Bauern, Handwerker und Kaufleute aus den rheinfränkischen Gebieten in unserer Gegend nieder. Die bedeutendsten Gewerbe seit dem Mittelalter waren die Tuchmacherei (1457) und Leineweberei (1507). Den ersten Bürgermeister der Stadt gab es um 1400 mit sechs geschworenen Schöppen. 1583 erhielt die Stadt von Kurfürst August I. das Privileg einer "Freien Bergstadt".

Wesentlichen Einfluß nahm der Eisenbahnbau in den Jahren 1865-1869 auf die Entwicklung der Stadt. So wurden in Bahnhofsnähe größere Fabriken errichtet, und es entstand zwischen Bahnhof und Altstadt ein ganz neues Wohnviertel. Der Bau des kaiserlichen Postamtes (1901) und des Amtsgerichtes (1910) rundeten das Bild ab.

Die fast 800 Jahre alte Stadt ist heute noch eine Reise wert!